
Das habe ich geschafft
Anfang Januar hatte Ingrid anlässlich des 11. Bloggeburtstags im Nähkäschtle dazu aufgerufen, doch mal im eigenen Blog zu stöbern, was sich da in den letzten Jahren so alles angesammelt hat. Sie wollte dazu anregen, etwas aus grauer Vorzeit nochmals neu aufzugreifen, sei es ein Schnittmuster oder ein Stöffchen, und ein entsprechend neues Werk daraus zu kreieren.
Ha! Zu einem solchen Aufruf kann ich ja schlecht nein sagen und so habe ich mich aufgemacht und bei mir im Blog gestöbert, was hier im Blog bei mir vor 11 Jahren bzw. zu meinen Anfängen des Nähens und der Bloggerei – also back to the roots – los war.
Ich konnte nicht zu allen von Ingrid vorgegebenen Themen Dekorationen – Täschchen & Taschen – Klamotten für alle – und – Highlights etwas werkeln, aber ein bisschen was habe ich geschafft:
Dekorationen
Dekorationen habe ich, wenn ich die Blogbeiträge richtig verschlagwortet habe, bereits in meinem ersten Bloggerjahr – 2013 war das – genäht. Damals hatte ich ein Schnittmuster samt Stoffen von Tante Ema gewonnen und entstanden sind die Eulen Marie & Maurice, die lange als Kuschelkissen bei uns im Einsatz waren. Ich weiß, ehrlich gesagt, gar nicht mehr, was aus den beiden lustigen Gesellen geworden ist… 2014 folgten die ersten Kissenbezüge – der erste entstand gleich als Upcycling-Projekt aus einem ausrangierten Herrenhemd und ich freue mich sehr, dass dieses Kissen heute noch im Einsatz ist. Inzwischen habe ich unzählige Kissenhüllen genäht, darunter auch einige für das Spendenprojekt Bunte Stoffe gegen Grau, im Januar zuletzt die Glückskäfer Kissenhüllen, die perfekt zum Motto von Ingrids Bloggeburtstag passten.
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Unter das Thema Dekorationen hat Ingrid auch Kuscheltiere gestellt, das interpretiere ich für mich mal mit dem Oberbegriff Spielzeug und so zählen für mich auch die Luftballonhüllen dazu, die ich ebenfalls für die Kinder der Kinderkrebsstation des Virchow Berlin genäht habe. Verwendet habe ich dabei Reste einiger Stoffschätzchen der vergangenen Jahre. Back to the roots? Check!
Für das ehemalige Stillkissen der Nichte habe ich einen Bezug zum Wechseln genäht, sodass das Kissen nun endlich zur Bettschlange bzw. einem Fußballkissen werden kann, um sich darin einzukuscheln oder es sich eben zum Fußballgucken gemütlich machen zu können.
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Täschchen & Taschen
Bei diesem Thema ist die Rückschau ein Leichtes für mich, habe ich doch schon zig Täschchen und Taschen genäht. Ich hatte ja im oben verlinkten Startbeitrag zu Back to the roots schon einige Exemplare gezeigt. Eine meiner ersten Täschchen war eine Taschentüchertasche aus dem Juli 2013 und im selben Jahr hatte mich auch das Nähfieber für Mini Reißverschlusstäschchen wie diese hier gepackt. Täschchen und Taschen in allen Größen und Formen „verfolgen“ mich seitdem und Ende Januar habe ich eine Boxy Bag nach einer Anleitung, die seit 2013 in meinen Blogentwürfen gespeichert war, genäht. Passt also auch perfekt zu Ingrids Motto, sowohl in Sachen zeitlicher Rückschau wie auch Thema. 😉
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Nicht ganz so lange her ist es, dass ich Manschetten-Täschchen genäht habe, 2020 und 2024 war das. Für den Raven Brook Scrap Quilt Along habe ich jede Menge Hemden aufgetrennt und die Manschetten in einer extra Box aufbewahrt. Die kramte ich die Tage hervor und habe nochmals Mini-Täschchen genäht, die als Geschenkverpackung gedacht sind.
Kleidung (Klamotten für alle)
Hier kann ich – wider Erwarten – jede Menge Sachen zeigen, auch wenn es sich bei allen Kleidungsstücken um Kopfbedeckungen handelt. Der Reihe nach… Es gab Zeiten, da habe ich viele Mützen für Babys genäht. Beim Sichten/Aus- und Aufräumen der Jerseystoffe bin ich Ende Januar über eine unvollendete Knotenmütze gestolpert. Die muss dort über Jahre gelegen haben, denn ich weiß schon gar nicht mehr, für wen ich sie ursprünglich nähen wollte, und kleine Kinder, denen sie passen könnte, sind weit und breit längst nicht mehr in meinem Umfeld. Ist aber auch wurscht, jetzt ist die Mütze fertig. Juche.
Dann dachte ich, es liegen ja noch jede Menge mehr Jerseyreste in der Schublade und mal schauen, ob sich die nicht auch wunderbar zu Mützen verarbeiten lassen. Stoffe zurecht gelegt, Schnittmuster rausgekramt… zack sind weitere 17 Mützen für das Spendenprojekt Bunte Stoffe gegen Grau entstanden.
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Ansonsten bin ich beim Thema Klamotten für alle raus. Leider. Aber eigentlich nur, weil im Erwerbsleben gerade wieder viel los ist und meine Nähpläne nicht in den Zeitplan von Ingrids Aktion passen. In einer Kiste nämlich liegen ein dem Junior längst zu klein gewordener Hoodie und auch ein paar Shirts, aus denen ich für Baby L. Sachen nähen möchte. Mal schauen, wann ich dazu kommen… Alles zu seiner Zeit…
Highlights
Zum Abschluss der Blog-Rückschau wünschte sich Ingrid ein oder mehrere Highlights.
Ich habe einige Sachen in meinem Leben genäht, die zu meinen persönlichen Highlights zählen, allen voran Kleidung für mich. So zum Beispiel das Kleid Kyoto von 2018, das ich noch immer sehr gern und regelmäßig trage. Ebenso wie das Kleid aus Scuba, das ich 2014 genäht habe und das jeden Winter aufs Neue zum Einsatz kommt. Finas Kleid war und ist eines meiner liebsten Sommerkleider und dieses würde ich tatsächlich sehr gerne nochmals nähen, da ich es letzten Sommer nicht mehr getragen habe, weil ich es inzwischen ein wenig zu kurz für mich finde. Stoff habe ich längst dafür besorgt… Sehr stolz bin ich heute noch auf mein allererstes für mich genähtes Kleidungsstück aus dem Jahr 2013. Mein Mann hatte mir damals einen Nähkurs geschenkt (in dem ich die wunderbare Ellen ♥, meine fantastische Nählehrerin, kennengelernt habe) und mein erstes Nähwerk war ein schwarzer Rock mit angesetztem Bund, eingelegten Falten und nahtverdecktem Reißverschluss. Auch diesen Rock trage ich heute noch sehr gerne.
Taschen und Täschchen habe ich auch schon viele genäht und viele davon sind kleine und größere Highlights für mich. Was habe ich meine Alltagsheldin geliebt. Über Jahre hat sie mich begleitet, bis ich sie schweren Herzens, weil abgetragen ohne Ende, entsorgt habe. Die Aufteilung und die Größe waren perfekt für meine Anforderungen an eine Handtasche und ja, bei dieser Tasche könnte ich irgendwann zum Wiederholungstäter werden. Die Alleskönner-Taschen, die Crossbags aus Jeans und die vielen Ofenhandschuhe aus Jeans sind ebensolche Lieblingsprojekte, die ich gerne wieder nähen möchte.
Zeittechnisch bin ich bei den Highlights aber leider auch erst einmal raus. Ich habe noch immer einiges vor in Sachen Weniger ist mehr. Nach dem Nähen der Mützen hat dieses Projekt wieder Priorität 1 und alles geht eben nicht. Es ist aber alles gut so, wie es ist. Ich freue mich sehr, dass Ingrid die Aktion ins Leben gerufen hat. Vielleicht hätte ich sonst nie die Luftballonhüllen oder eben die vielen Mützen für die Kinder genäht und auch die Manschetten lägen mit Sicherheit weiter unbeachtet im Schrank. Es hat mir großen Spaß gemacht, mich in der R wie Rückschau (Stichwort: ABC-Foto-Linkparty) wieder einmal durch meinen eigenen Blog zu „blättern“ (hier und da gleich ein wenig Blogpflege zu betreiben… arghhhh, da ist noch einiges zu tun, manche Verlinkungen zu externen Blogs funktionieren nicht mehr und die Verschlagwortung muss ich hier und da auch überarbeiten), mich beim Anblick der Projekte an bestimmte Situationen und Begebenheiten zu erinnern und mich darüber zu freuen, was ich alles bereits geschafft habe. Danke, Ingrid, für diesen Anstupser zu Back to the roots. ♥
[verlinkt]
ABC-Foto-Linkparty in Elfis Kartenblog
Back to the roots in Ingrids Nähkäschtle
