Weniger ist mehr – 1000 Teile raus | Woche 03/25

Ich weiß nicht, wo das ganze Zeugs immer her kommt

Ich räume doch gefühlt seit Jahren, aber es wird und wird nicht weniger. Das mögen die Zahlen und das Zeugs, über das ich berichte, nicht so widerspiegeln, aber es ist so – schaue ich mich im Näh-/Bastelbereich um, trifft mich fast der Schlag, wie viel Zeugs hier verstaut ist oder verstaut sein möchte. Überall Stapel, Kisten, Kartons… Da muss mehr Zug rein ins Ausmisten. Und mehr Mut, die Dinge los- und ziehen zu lassen…

Von Woche 02/25 bis heute habe ich einiges aussortiert, das ich nicht notiert habe, ein bisschen Kleinvieh für die Liste habe ich aber auch notiert.

18 Teile Papierkram/Schreibtisch (Orange)

  • 7 (!) Jahresübersichtskalender (6 x 2024 und 1 x 2023), die in einer Wiedervorlage steckten – ich weiß nicht genau, warum ich 6 Stück aus einem Jahr aufbewahrt habe, es wurde darauf nichts notiert, ich nutze einen solchen Jahreskalender am Arbeitsplatz nur, um Termine für den Blog und für anderes zu checken… Dass ich für 2025 bereits einen Kalender ausgedruckt habe, der für den Moment spurlos verschwunden ist, muss ich nicht extra erwähnen, oder? Herrjemine…
  • 1 abgehakter Zettel vom Weihnachtsfreudenbingo 2024, den ich jetzt nicht mehr in Papierform benötige 😉
  • 1 Liste vom allerersten BINGO 2022, auf der ich notiert hatte, welche Felder am allermeisten von den Teilnehmerinnen angekreuzt wurden – das BINGO ist inzwischen fast ein Selbstläufer geworden und erfreut sich so großer Beliebtheit, dass ich bei allem guten Willen nicht dazu komme, mitzuzählen, wie ich das ganz zu Beginn mal vorgehabt hatte…
  • 1 Türhänger – wie diese Hoteldinger, dass das Housekeeping kommen kann –, der woher auch immer stammt und warum auch immer hier am Schreibtisch liegt – vielleicht hatte ich den (w)irren Gedanken, jemand aus meiner Familie würde meinen Tisch aufräumen und putzen? 😀
  • 4 sonstige Zettel mit diesen und jenen Notizen
  • 4 mal Werbepost, die ich direkt zum Anlass genommen habe, per E-Mail um Löschung meiner Daten zu bitten

Das „Schöne“ beim Ausmisten ist ja auch, dass man Sachen findet, die längst verloren schienen. Ich hatte – ich wusste es genau – vor längerer Zeit mal eine Mini-Prägeschablone gekauft und nicht gleich an den Platz aufgeräumt, wo sie aufbewahrt gehört. Nun habe ich sie auf dem Rollcontainer unter ein paar Magazinen gefunden und natüüüüürlich sofort richtig aufgeräumt. Das Prägemotiv ist für Weihnachten und nach Weihnachten ist ja ohne hin vor… Ach, lassen wir das… 😀

17 Teile Näh-/Bastelzeugs (Lila)

  • 7 Webbandreststücke
  • 10 (ca.) Papierreste/Streifen – kann ich mal bitte aufhören, sämtliche Reste fürs Stanzen von Sternen oder was auch immer aufzubewahren? Bis es soweit ist, ist eh nie die richtige Größe da oder das Papier ist inzwischen zerknittert oder anderweitig angekitscht…

17 Teile Kruscht/Krempel (Gelb)

Im Schrank mit den Nähutensilien stehen zig Kisten mit Nähzubehör. Eine A5-Plastikbox davon ist mir die Tage mal mehr oder weniger auf den Kopf gefallen, weil vor dem Schrank so viel Zeugs stand, das ich nicht richtig an den Schrank gekommen bin. Selbst schuld. Jedenfalls fiel der Deckel ab und sämtlicher Inhalt lag überall (üüüüüberall) verstreut herum. Grrrr. Beim Einräumen habe ich gleich ein paar Sachen aussortiert, nämlich

  • 6 Gummiringe, die Webbänder zusammenhalten sollten, deren Zeit aber vorüber ist, sie sind direkt auseinandergefatzt
  • 2 kleine Tütchen, in denen die vorgenannten Webbandreste und anderes Zeugs lagen (die Tütchen sind eingerissen)
  • 1 leere Batterie (*), von der ich mir noch weniger als bei anderen Sachen erklären kann, warum sie in der Kiste oder überhaupt oben lag, es gibt hier nichts mit Batteriebetrieb…
  • 7 Teile sonstiger Kruscht/Krempel
  • 1 Seifenstück, das ich vermutlich mal als Beigabe in einem Brief bekommen habe – die Seife riecht nicht gut, daher darf sie weg, sonst hätte ich sie in die Wäscheschublade gelegt

11 Teile Zeitschriften (Hellgrün)

  • 3 kostenlose Gartenmagazine, die seit Ewigkeiten auf dem Rollcontainer neben meinem Schreibtisch lagerten und bereits Staub angesetzt haben
  • 8 Mitgliedszeitschriften aus dem letzten Jahr

Halleluja, in Summe sind das 63 Teile und so ist doch mehr zusammengekommen als gedacht. Und ich habe nicht einmal alles gezählt, was die Tage rausflog. Aber wirklich leerer ist es lange noch nicht geworden, das meiste ist Kleinkram, die wirklich großen Brocken stehen weiter aus. Ich bleibe also dran am Vorhaben Weniger ist mehr. Irgendwann wird das schon was werden…

[verlinkt]
1000 Teile raus

(*) Batterien werden selbstverständlich im Supermarkt im Sammelbehälter entsorgt, nicht dass hier falsche Eindrücke entstehen…

21 Gedanken zu „Weniger ist mehr – 1000 Teile raus | Woche 03/25

  1. Avatar von nealichnealich

    Ach Du Liebe, das ist wirklich ein guter Erfolg und Du darfst Dich freuen und Dir auf die Schulter klopfen 💪🏼 Ich brauchte letztens zwei kleinere Versandkartons und hab bei der Gelegenheit gleich mal die sieben anderen in ähnlicher Größe aufgefaltet und entsorgt. Anschließend war wirklich ein halbes Fach im großen Stoffschrank leer…. Apropos…. Nähen sollte ich vielleicht auch mal wieder…

    Ich schicke Dir viele 💕 grüßle

    Katrin

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Vielen Dank, liebe Katrin. In Sachen Versandkartons habe ich diese Woche auch die nächste Ladung aus dem Keller befreit, da ich wie du zwei Kartons benötigte und mir der Rest im Weg stand. Die müssen jetzt nur noch zerkleinert werden und dann ab damit in die Papiertonne.
      Herzensgrüße
      Anita

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  2. Avatar von heldendervorzeitheldendervorzeit

    Liebe Anni,

    hier ist es genauso, ich werfe Teil und Teil raus, aber man sieht Null Unterschied… dauert sicher noch ein paar Jahre, bis es so weit ist 😁

    Aber jedes Teil zählt und Deine Zahlen sind doch immer wieder beeindruckend!

    Hab ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße

    Nanni

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Liebe Nanni,

      ich danke dir für diese Worte. Ich dachte, nur bei mir sei es so, dass man – trotz beeindruckender Zahlen – nicht sieht, dass überhaupt etwas fehlt. Seufz. Ich bleibe dran und ja, es wird noch lange dauern, aber ich bleibe genauso zuversichtlich, dass es irgendwann doch noch so wird, wie ich mir das vorstelle. 🙂 ♥
      Herzensgrüße und schönen Sonntag
      Anita

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  3. Avatar von ValomeaValomea

    Liebe Anni,

    das ist ja das große Dilemma: wir gestatten immer wieder neuem Kram, unsere Bereiche zu betreten. DAS ist das Problem. Wir müssen lernen, nur Dinge „einzulagern“, die unser Leben wirklich bereichern. Zeitschriften lesen und gleich weg. Nichts zwischendurch ablegen auf irgendwelchen Rollcontainern, immer gleich alles an seinen Platz – dann sehen wir nämlich auch, dass dort schon ganz viele Papierreste in einer Schachtel liegen etc….

    Sei umarmt und werde nicht mutlos!

    Elke

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      DAS ist es, liebe Elke. Ständig falle ich wieder darauf herein, dass in irgendeiner der Zeitschriften irgendein Artikel ist, den ich „später“ nochmals lesen möchte. Ich lese ihn nie wieder, zumindest ist das meistens so… Seufz. Ja, den Dingen erst gar keinen (Ablage-)Platz einzuräumen, da ist schon ein großer Schritt getan. Ich arbeite weiter an mir, werde hoffentlich mutiger, die Dinge loszulassen, und bleibe zuversichtlich, dass es irgendwann auch richtig sichtbare Erfolge geben wird.
      Herzensgrüße und Danke für deine Motivation ♥
      Anita

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  4. Avatar von Renate BischoffRenate Bischoff

    Es gibt immer genügend Teile, die sich in den Schubladen und in den Kästen verstecken. Einige Dinge werden weiter gehortet (jedenfalls bei mir) , man könnte sie ja vielleicht noch einmal gebrauchen.

    Liebe Grüße

    Renate

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Oh, Renate, meine Worte. Kaum sind die Sachen dann doch mal entsorgt, suche ich sie ein paar Tage später, weil genau jetzt der Zeitpunkt für diese wieder einmal gebrauchen gekommen ist. Ich habe noch viel zu lernen, aber ich bleibe dran! Wäre doch gelacht, wenn ich mich von dem Zeugs unterkriegen lassen würde. 😉
      Herzensgrüße
      Anita

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  5. Avatar von JuttaJutta

    So ist das, liebe Anita, man kann alles irgendwann noch einmal verwenden. Ich glaube auch, da werden wir uns nicht ändern. Deshalb wird es auch immer wieder 1000 Teile geben.

    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße

    Jutta

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      O je, liebe Jutta, soweit will ich nicht denken. 😀 Aber vermutlich hast du Recht. Seufz. Dennoch möchte ich weiter an mir arbeiten, den Gedanken loszulassen, dass ich immer und immer wieder irgendetwas wieder verwenden kann. Es ist noch ein langer Weg, aber ich gehe ihn unermüdlich weiter. Ein Minimalist werde ich trotzdem nicht werden, als Ziel reicht mir schon, wenn alle Dinge einen festen Platz IN den Schränken/Schubladen/Fächern haben und ich an ALLES darin dran komme, ohne den halben Schrank ausräumen zu müssen.
      Liebe Grüße
      Anita

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  6. Avatar von niwiboblogniwiboblog

    Das ist doch schon mal jede Menge liebe Anita,

    Du packst das irgendwann schon.

    Hier ging es diese Woche auch rund, aber ich zähle dieses Jahr nur die größeren Dinge,

    Du weißt ja, bei den kleinen Dingen bin ich flott mit ab und weg.

    Lieben Gruß

    Nicole

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Vielen Dank, liebe Nicole. Ich bleibe weiter zuversichtlich und fühle mich alleine durch deinen Kommentar schon wieder sehr motiviert, gleich ein paar kleine Dinge flott ins „Ab und Weg“ zu verabschieden. Danke. ♥
      Herzensgrüße
      Anita

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  7. Avatar von ElkeElke

    Du bist richtig gut, liebe Anita. Nach dem ersten großen Ausmisten vor einer Woche hat mich der Schwung wieder verlassen. Aber es muss sein. Spätestens wenn es etwas frühlingshafter wird, kommt auf jeden Fall der Kleiderschrank dran. Ich habe so einiges, was mal weg müsste. Klamotten werden bei mir jahrelang getragen, aber dann gibt es so einige, die ein Schattendasein führen und bei denen ich mir eingestehen muss, dass ich sie vermutlich doch nie wieder anziehen werde. Immerhin habe ich neulich mal einen ersten schwachen Versuch gestartet, dabei aber nur freudestrahlend warme lange Hosen wiedergefunden, die ich bei der aktuellen Kälte wieder trage. Hat doch auch was für sich 😃.

    Herzliche Grüße – Elke

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Vielen Dank, liebe Elke. Das Ausmisten bringt auch bei mir oftmals Dinge hervor, die ich lange verloren glaubte. Hat was für sich, das stimmt. Ja, auch ich trage meine Kleidung über Jahre und teilweise Jahrzehnte, aber auch hier gibt es Schrankleichen, um die ich (nach dem jahrelangen Tragen) inzwischen doch einen großen Bogen mache (aus unterschiedlichen Gründen – passt nicht mehr richtig oder nicht mehr richtig zu mir usw.) und die weg können bzw. müssen, damit die Sachen, die ich gerne trage, mehr Platz haben und ich sie auch sofort finde, wenn ich Lust auf sie habe. Wir bleiben dran, Elke, und ich wünsche dir, dass der Schwung zu dir zurückkommt.
      Herzensgrüße
      Anita

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  8. Avatar von franhunne4ufranhunne4u

    Immer wieder wichtig zu lesen, dass es anderen auch nicht anders geht als mir. Und ja, es gibt immer mal wieder einen Anlass einen Bereich zu sortieren. Ich bin ja inzwischen ein großer Freund von Aufräumen/Ausmisten mit Timer geworden. Das heißt nämlich, wenn man sich auf eine halbe Stunde begrenzt oder auch eine Viertelstunde, dass A) ein Ende absehbar ist (zumindest an dem Tag) und B) weil es ein wenig Zeitdruck verursacht, hat man nicht so viel Zeit, um darüber nachzudenken, was man mit dem Zeugs noch anstellen könnte.

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      1. Avatar von franhunne4ufranhunne4u

        Ich bin mit meinem Alter (56) schon in der Swedisch Death Cleaning Zone. Das hört sich jetzt dramatisch an, ist aber nur so eine Erinnerung, dass irgendjemand ja mal nach uns aufräumen muss. Und dass man daher zusehen sollte, dass man nicht unendlich viel nutzlosen Kram behält. Ich habe z.B. dieses Jahr Kalenderschlachten betrieben. Ich habe seit über einem Jahrzehnt wunderschöne Fotokalender aufgehoben. Aber mir jetzt klar gemacht, dass ich mal endlich ehrlich sein muss. Ich werde diese Fotos nie nutzen. Einige wenige in einem Farbton gehaltene werde ich rahmen, der Rest ging den Weg alles Irdischen. Und wenn ich Anfang 2026 diese Bilder nicht gerahmt habe, fliegen sie auch noch. Man kann nicht alles behalten.

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      2. Avatar von antetanniantetanni Autor

        Das ist ein guter Ansatz, ich denke darüber auch oft nach, auch wenn ich bei meinem Vater♥️ bin und mir bewusst wird, was da in den nächsten vermutlich und wenn es gut läuft fünfzehn Jahren 🍀 ausgeräumt werden muss. 📦 Hier geht es dann quasi nahtlos weiter. Man muss wahrlich nicht alles aufheben. Egal wohin reist es sich leichter mit weniger Gepäck. ♥️

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      3. Avatar von franhunne4ufranhunne4u

        So sieht das aus. Ich bin z.B. allein stehend – bei mir müssten „entfernte“ Verwandte ausräumen, die würden doch eh nur wegwerfen lassen. Da kann ich dann doch besser versuchen, denen das möglichst leicht zu machen, in dem etwas weniger da ist, was weg muss.

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      4. Avatar von antetanniantetanni Autor

        Das stimmt. Und ja, da denke ich darüber nach und habe einige Baustellen, die ich aus diesem Grund auflösen möchte. Mein Ansinnen ist aber zu allererst, dass mich im Alltag der ganze Krempel nicht so sehr belastet. 💪

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