T-Shirt-Tasche nähen – Teil 2: Schnittmuster und Zuschnitt

„Wir müssen draußen bleiben“ Beim Aus- und Umräumen des Kleiderschrankes haben es einige Schätze vergangener Zeiten – wie berichtet– nicht mehr zurück in den Schrank geschafft. Aus einem grauen T-Shirt sollte daher eine Tasche entstehen. Soweit der Plan. In Teil 1 der Geschichte dieser Tasche, habe ich dich mitgenommen in die ersten Überlegungen zu meinem Upcycling-Projekt. Warum sich Pläne manchmal ändern und wie was es Neues zu berichten gibt? Hereinspaziert in Teil 2:

Das in Teil 1 der Anleitung gezeigte T-Shirt wurde ersetzt durch ein Sweatshirt, ebenfalls in Grau. Der etwas festere Sweatshirtstoff erschien mir passender für das Format, damit die Tasche im geplanten Tote-bag-Style Stabilität bekommt. Für das Innenfutter habe ich mich für einen blaugrauen Stoff im Leinenlook (aus 80 % Baumwolle und 20 % Polyester) mit Sternen entschieden.

Schnittmuster zeichnen und Vorbereitungen fürs Nähen

Inzwischen sind die Stoffe zugeschnitten. Das Schnittmuster ist ganz simpel: Die Tasche besteht lediglich aus unterschiedlich großen Rechtecken, die Maße können nach Belieben (je nachdem, wie groß die Tasche werden soll) gewählt werden. Unten im Beitrag ist mein aufgezeichnetes Schnittmuster zu sehen:

Außenstoff: Der Plan sah zunächst vor, das oben erwähnte graue Sweatshirt als Außenstoff zu nehmen. Im Tun habe ich mich umentschieden und für außen nun den blaugrauen Stoff verwendet, der eigentlich für innen gedacht war. Egal welcher Stoff, hier sind die Maße:

1 x Vorderteil, 1 x Rückenteil (jeweils ca. 46 cm hoch x 33 cm breit, inklusive 1 cm Nahtzugabe)
2 x Seitenteile (46 x 12,5 cm)
1 x Boden ( 33 x 12,5 cm)

Innenstoff (Futter), hier Sweatshirt in Grau (Maße wie Außenstoff)
1 x Vorderteil, 1 x Rückenteil
2 x Seitenteile
1 x Boden

Da der Außenstoff durch seine Zusammensetzung etwas „fransig“ ist, habe ich ihn mit aufbügelbarer Vlieseline H630 verstärkt (Maße wie Innenstoff, ich habe das Vlies für mehr Stabilität an den Nähten auch auf die Nahtzugabe gebügelt). Zusätzlich gebraucht werden dann noch Taschengriffe bzw. Henkel, entweder aus dem Taschenstoff, aus Lederriemen oder aus Gurtband. Auch hier sind dem eigenen Geschmack sowohl im Aussehen wie auch in der Länge keine Grenzen gesetzt.

Angedacht habe ich, die Tasche als Wendetasche zu nähen, damit wahlweise die Sterne oder der unifarbene Stoff außen zu sehen sind. Wie ich das dann mit den Lederriemen als Henkel löse, wenn die Tasche von beiden Seiten getragen werden kann., weiß ich noch nicht. Ich plane, sie mit Hohlnieten zu befestigen, muss aber noch ausprobieren, wie diese innen/außen jeweils aussehen. Außerdem plane ich noch eine kleine Tasche mit Reißverschluss zum Einhängen, dazu später dann auch noch mehr.

Als nächstes müssen die Teile zusammengenäht werden. Ich werde die Arbeitsgänge Schritt-für-Schritt fotografieren und eine hoffentlich verständliche Anleitung dazu beschreiben (Nachtrag: Hier geht’s zu Teil 3 meiner Anleitung für das Innenfutter).

antetanni-naeht_Shirt-Tasche_Zuschnitt_Teile

Der Außenstoff ist ein ausrangiertes Sweatshirt aus unserem Bestand, den Stoff mit den Sternen habe ich auf einer Reise zurück aus Dänemark bei einem Zwischenstoff in Halstenbek bei Stoff & Stil gekauft. Das Volumenvlies gibt es überall, wo es auch Stoffe/Nähzubehör gibt, ich habe es vermutlich irgendwann mal online geordert.

Schnittmuster: Wie ihr seht, wollte ich die Tasche eigentlich schmaler machen. Aber der Stoff „lief“ genau so hin, dass sich die oben genannten Maße ohne Verschnitt ergeben haben. Da bin ich dann schnell sehr flexibel. Die Maße können nach Belieben gewählt werden, es muss eben nur darauf geachtet werden, dass die Breite des Bodens mit der Breite der Taschenteile und die Höhe der Seitenteile mit der Höhe der Taschenteile übereinstimmt. Der Rest ist völlig „hupe“.

antetanni-naeht_Shirt-Tasche_SchnittmusterPapier

Fortsetzung folgt. Und da die Tasche rund um einen Dienstag im Werden ist, wird die Entstehung auch gleich noch beim → creadienstag gezeigt.

3 Gedanken zu „T-Shirt-Tasche nähen – Teil 2: Schnittmuster und Zuschnitt“

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