Weniger ist mehr Jahresprojekt 2022 | antetanni entrümpelt im Januar

Besser spät als nie…

Im Entwurfsordner habe ich noch meinen ursprünglich für Anfang 2021 geplanten Beitrag zur Jahresprojekt-Aktion von Andrea gefunden. Da bin ich nämlich schon vor einem Jahr drum herum geschlichen. Gleiches galt auch für Elkes Entrümpelungsaktion im letzten Jahr, die ich als großer Fan das ganz Jahr über verfolgt habe. Hier und da hatte mich die Beiträge schon zum Ausmisten motiviert, aber es war eher so mal hier, mal da, ohne es wirklich als Projekt anzugehen. Irgendwas ist eben immer…

Nach An Apple a day habe ich mir, nachdem es im letzten Jahr nichts wurde, eben für 2022 vorgenommen, endlich wieder strategischer an das Thema Ausmisten und Entrümpeln zu gehen. Hier gibt es richtig viel zu tun. Denn wie bei Elke im letzten Jahr ausgeführt, trifft auch auf meine Ausgangssituation – trotz aller hier und da schon durchgeführter Aktionen – dieses zu:

  • Wir sind Jäger und Sammler. Auch wenn Mann und Junior behaupten, nur ich sei das, so ist das schlicht nicht wahr. Wir sind das alle. Ich vielleicht ein bisschen mehr als die beiden, aber dafür wird auch bei mir ständig nachgefragt, ob wir dieses oder jenes hätten, und beide sind dann mehr als froh, wenn ich damit dienen kann.
    *
  • Wir heben alles auf. Kann man ja vielleicht noch einmal gebrauchen. Ich bin darin schon viel besser geworden, früher durften hier auch Papierschnipsel bleiben, um daraus mal irgendwelche Basteleien zu machen. Bei Stoffresten war ich schon mal konsequenter mit dem Aussortieren, seit ich die Inchies entdeckt habe, muss ich mich bremsen in Sachen Aufbewahrung. Neu im Näh-Repertoire habe ich aber auch diverse Patchworkarbeiten, wie das Quiltprojekt Stitch Happens oder die Herz-Untersetzer, bei denen Stoffreste sehr willkommen sind. Uffz… noch ist es nicht wieder mehr als eine Kiste an Stoffschnipseln geworden… 😉

  • Wir sind nur in Maßen ordentlich, wir haben oft Besseres zu tun. Vor allem wenn das Wetter mitmacht, zieht es uns nach draußen, da muss die Ordnung warten.
    *
  • Ich habe ein mehr als vollgestopftes Arbeits-/Nähzimmer. Und dabei ist es noch nicht einmal ein ganzes Zimmer, vielmehr handelt es sich dabei um die offene Galerie oberhalb des Wohn-/Essbereiches. Von unten sieht man zum Glück nur teilweise, wie vollgestopft alles ist. Eine Katastrophe.

Damit soll jetzt Schluss sein. Ich freue mich sehr, dass Elke Ende Dezember zum gemeinsamen Ausmisten aufgerufen hat… Da bin ich direkt eingestiegen und habe für mich Anfang Januar Weniger ist mehr zum Jahresmotto ausgerufen. Per Ende Januar haben 341 Teile unser Haus verlassen und die Idee, die Erfolge in einem Zahlenfeld (ähnlich wie ein Bingofeld) abzustreichen, gefällt mir sehr gut. Mit der zuletzt getätigten Ausmistaktion im Arbeitszimmer konnte ich das erste Zahlenfeld komplett ausmalen und bin schon dabei, ein zweites zu füllen.

Solche Aktionen motivieren mich. Danke, Elke, für diesen Anstupser. ♥

Ich freue mich darauf, bald weitere Fortschritte von Weniger ist mehr beim Jahresprojekt 2022 zeigen zu können.

[verlinkt]
Die Zitronenfalterin | Jahresprojekte 2022

[Alles rund um 1000 Teile raus bei Elke]
Valomeas Flickenkiste | Weniger ist mehr 1000 Teile raus!

25 Gedanken zu „Weniger ist mehr Jahresprojekt 2022 | antetanni entrümpelt im Januar

  1. Avatar von StarkyStarky

    Wow, ich bin gespannt 🙂 Und wirklich froh, dass ich sagen kann „Ich bin kein Sammler“ und meine Lieben auch nicht. Hier wird sowieso regelmäßig entrümpelt, sonst habe ich das Gefühl nicht atmen zu können, dieser Kelch geht also an mir vorbei aber ich freu mich, deine Fortschritte zu sehen…
    LG Starky

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Ohhhh, du Glückliche. Ich (oder wir) habe jetzt über sooooo viele Jahre gesammelt und gehortet, dass sich genau dieses Gefühl des Nicht-Atmen-Könnens eingestellt hat. Ich werde bald verrückt und umso mehr freue ich mich und bin motiviert, Sachen loszuwerden. Ich hoffe, bald an dem Punkt zu sein, wo ich die Erfolge auch wirklich sehen kann, denn aktuell sehe ich noch nichts davon, dass 341 Teile weg sind (nicht mitgezählt sind dabei die Dinge, die ohnehin gleich wieder rausfliegen wie Werbepost und aktuelle Kartonagen von was auch immer). Zum Glück ist nicht viel reingekommen in diesem Jahr und wenn dann eher Austausch-Anschaffungen wie neue Skier, die alten kommen in Kürze in den Verkauf usw.
      Ich werde mir den Leitsatz „Ich bin kein Sammler“ zu Herzen nehmen und versuchen, es dir gleich zu tun. ♥
      LG Anni

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  2. Avatar von heldendervorzeitheldendervorzeit

    Liebe Anni,
    den Satz „wir sind nur in Maßen ordentlich“ muss ich mir merken! Das klingt so viel besser als mögliche Alternativen 😂. Also, wir sind auch nur in Maßen ordentlich – es gibt ja so viel besseres zu tun. Oh, und wir haben immerhin 1 ordentliches Kind bekommen! Allerdings haben wir wirklich das Glück, dass wir keine „Käufer“ sind, das meiste Zeug kriegen wir irgendwo geschenkt… reicht aber auch!
    Viel Freude an der gewonnenen Luft!
    Liebe Grüße
    Nanni

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Liebe Nanni,

      gerade das geschenkte Zeugs ist es, das unser Zuhause verstopft. Hier lagern Dinge seit gefühlten Jahrzehnten, die wir halt mal bekommen haben und die waren doch gut/teuer/von Tante X und Oma Y… Und meistens waren es dann auch zu viele Dinge, also gleich drei oder vier Skihosen, wo man doch nur eine (maximal zwei) braucht usw., aber weil halt geschenkt, gerne angenommen. Und nun muss ich mich abmühen, die Dinge wieder loszuwerden. Möglichst sinnvoll ist mein Plan, aber ich will andere Leute nicht in die Bredouille bringen, dass sie denken, die Dinge annehmen zu müssen, weil eben geschenkt und so. Ein eeeeewiger Kreislauf. 😀 Aber es wird. Und auf die gewonnene Luft freue ich mich schon sehr, noch ist sie dünn… 😉

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  3. Avatar von sammynicisammynici

    Was für ein tolles Vorhaben. Ich muss mich auch mal dazu aufraffen mehr zu machen denn ich merke das mir immer mehr der Platz fehlt. Nur fehlt mir ein wenig die richtige Motivation was nervig ist. Vielleicht sollte ich einfach mal klein anfangen. Den Punkt wir heben alles auf kann ich gut verstehen geht mir auch so. Man kann es ja noch für irgendwas gebrauchen nur stellt sich dann Jahre später raus das dem nicht so ist.

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Genau das ist es. Man muss einfach mal anfangen, denn vom Aufschieben wird es ja weder besser noch weniger. Vielleicht kommt die Motivation vom Tun, ähnlich wie der Appetit beim Essen. 🙂 Meistens ist es tatsächlich so, dass ich die Dinge, die ich für irgendwann mal aufbewahrt habe, nie wieder benutzt/gebraucht habe, und wenn doch und vorher schon entsorgt, dann war der Verlust/“Schaden“ eher überschaubar. Hier gibt’s auch noch vieles zum Loslassen und Ausmisten, das Jahresprojekt soll mich dabei unterstützen, Schritt für Schritt und Sache für Sache vorzugehen.
      Liebe Grüße
      Anni

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  4. Pingback: Weniger ist mehr – Geschenkpapier | antetanni sagt was | antetanni

    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Das hoffe ich, liebe Andrea, es gibt hier gefühlte Tonnen an Zeugs, das keiner nutzt und ich frage mich, warum wir das bis heute aufgehoben haben/aufheben. Es ist gut, dass es das Jahresprojekt gibt, dieses soll mich motivierend durch das Ausmisten begleiten.
      Liebe Grüße
      Anni

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Ich würde dich doch nicht alleine lassen und wenn ich mir irgendwelchen Krempel zum Entrümpeln suchen müsste. HAHAHA.
      Ich will schwer hoffen, dass das ein gutes Jahr wird, aber ich bin sehr zuversichtlich und freue mich auf die nächste Auskruschteleinheit.

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  5. Avatar von Rosa HenneRosa Henne

    Oh weh, liebe Anni, da hast du dir ja allerhand vorgenommen! Und ich finde mich bei dir irgendwie wieder ;-)) – bis auf das Nähzimmer… Ich kann kaum ein Papier und nichts Geschriebenes (außer der Tageszeitung) wegwerfen. Vergangene Woche hatte ich mit der Wäsche im Schlafzimmerschrank angefangen… Aber dies jetzt alles noch im Blog zu dokumentieren und festzuhalten, würde mich wirklich stressen. Ich bewundere deine Aktion sehr und wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen! Und natürlich das gute Gefühl danach ;-)!!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Liebe Ingrid,

      das Schreiben der Blogbeiträge ist für mich dabei die leichteste Übung. 😉 Dass es eine Jahresaktion ist motiviert mich eher, so „muss“ ich Woche für Woche dran bleiben am Ausmisten. Nein, nein, stressen lasse ich mich keinesfalls, ich mache das so wie ich kann und so wie es geht.
      Ohhh, es beruhigt mich zu lesen, dass du auch jeden Papierschnipsel behalten kannst. Und ich freue mich zu lesen, dass du auch ans Ausmisten gehst, das muss ja nicht mit Blogbeiträgen dazu sein. Ich hoffe schwer, dass ich bald wieder Genähtes im Blog zeigen kann, das ist ja ein bisschen schöner als nur meinen aussortierten Krempel. 😉
      Starte gut in den Tag, liebe Grüße
      Anni

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  6. Avatar von sylvieb61sylvieb61

    Heidewitzka, Anni, wie recht du doch hast. Auch ich pflege diese äußerst männliche Note, alles zu horten und zu sammeln. Nur habe ich das maßlose Glück, in einer riesengroßen Hütte zu wohnen (ich weiß, das ist unverschämt), in der ich zwei Zimmer mein eigen nennen darf.
    Kannst du dir in etwa vorstellen, was man da so alles ansammeln kann?
    Trotzdem beschleicht mich gerade das ungute Gefühl, dass ich die 1000 Teile nicht voll kriegen werde.
    Aber ich lasse mich nicht unterkriegen.
    In diesem Sinne
    herzlichst
    Silvia

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Jaaaa, von deiner riesengroßen Hütte weiß ich und ich beneide dich um die zwei Zimmer, die dein eigen sind. Seufz. Ich muss hier wenige Quadratmeter mit dem vielen Zeugs teilen. Die 1000 schaffe ich locker, da bin ich sehr zuversichtlich. Vermutlich alleine schon, wenn ich erst einmal IN die Schränke rund um den Arbeitsplatz geschaut habe und in die kürzlich AUF den Schränken entdeckten Boxen…
      Niemals lassen wir uns unterkriegen! 🙂
      Herzensgrüße ♥

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  7. Avatar von Nicole B.Nicole B.

    Ich finde es klasse, wenn ich hier so viel von Entrümpeln und Ausmisten lese.
    Aber ich wundere mich auch immer, denn mir ist es seit Jahren in Fleisch und Blut übergegangen, wirklich jeden Tag eine Schublade, einen Kasten oder ein Fach zu sortieren und auszumisten.
    Wenn man das regelmäßig macht, sind eigentlich immer alle Schränke in Ordnung.
    Aber vielleicht bin ich da auch ein Monk, ich liebe Ordnung über alles und unnötige Dinge gehen gar nicht. Trotzdem kommt immer mal wieder etwas zusammen… komisch.
    Dir nun viel Erfolg beim Ausmisten, es macht einfach glücklich.
    Lieben Gruß
    Nicole

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Liebe Nicole,

      du sprichst mir aus der Seele, ich liebe Ordnung auch sehr, aber schaffe es leider nicht, täglich etwas zu sortieren oder auszumisten. Ich kann zuhause nur ganz schwer loslassen (welches Kindheitstrauma da auch immer in mir schlummert) und es ist nicht die fehlende Ordnung an sich (okay, im Nähzimmer fehlt definitiv Ordnung), sondern das viel zu viele Zeugs in allen Schränken und Schubladen. So verkommt die Ordnung immer wieder zur Unordnung, dann sortiere ich zwar neu, aber die Menge wird nicht reduziert, was zwangsläufig irgendwann wieder in einem Gekruschtel endet. Es ist das Zuviel an Zeugs, das mich umtreibt, deshalb freue ich mich so über das gemeinsame Ausmisten und habe mir für 2022 vorgenommen, endlich von Dingen loszulassen, von denen ich jahr(zehnte)lang dachte, ich würde sie irgendwann doch noch für was auch immer benötigen. Drück mir die Daumen, dass ich mich weiter von den Dingen lösen kann.
      Liebe Grüße und Danke für deine Worte
      Anni (auch ein Monk ♥)

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  9. Avatar von RosiRosi

    ohhh
    hihi.. ja.. ich bin auch ein Sammler ..
    ich kann aber auch einfach nicht sehen wenn brauchbare Sachen auf den Müll sollen
    (lieber nehm ich sie )
    wohl auch aus der Kindheit..
    denn wir hatten sehr wenig
    oft ist aber auch das Ungeordnete Schuld dass es zu viel aussieht
    hier etwas.. da etwas ..habe gerade dieser Tage 4 kleine Boxen freigemacht indem die Sachen da hinkamen wo sie hin sollen
    aber noch habe ich viel an Kleidung von meinem Vater und meiner Mutter
    und von seinem Hausstand auszusortieren
    da habe ich noch lange Zeit zu tun 😉
    ich hoffe nur ich bleibe gesund

    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Hach, Rosi, ja, diese Sachen (auch die im Kopf) aus der Kindheit… Meine Oma hatte unendlich viele Sachen, ich glaube, sie war sehr durch die Flucht aus Breslau und große familiäre Tragödien, die mit Loslassen zu tun hatten, geprägt. Ich habe diese Leidenschaft (die mir eher Leiden schafft) von ihr, denn ich sammle ja nur wenige Dinge als eine Art Sammlung (wie Kunst oder Briefmarken), sondern ich horte einfach viel zu viele Sachen. Es wird weniger, wenngleich ich dafür auch noch lange zu tun haben werde.
      Ich wünsche dir, dass du gesund und munter bleibst und dass du so (aus-)sortieren kannst, wie es sich für dich gut anfühlt.
      Liebe Grüße
      Anni

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