Kabelsalat | antetanni sagt was

Es könnt‘ alles so einfach sein…

Ist es auch. Zumindest in Sachen Ordnung im Kabelsalat.

Vor ein paar Tagen habe ich Elke | Valomea erzählt, dass ich unter dem Schreibtisch herumgekrochen bin, um das dortige Gewirr aus Kabeln und Steckern zu sichten und zu sortieren. Hintergrund war oder ist, dass ich mir einen Überblick verschaffen wollte, was in der Steckdosenleiste alles eingesteckt ist, vor allem, was vielleicht nicht immer eingesteckt sein muss (ich bin noch auf der Suche nach einer Steckdosenleiste mit einzeln schaltbaren Steckplätzen, dazu unten mehr). Wenn ich nämlich Homeoffice habe, muss ich hier und da mein Notebook einstöpseln, da der Akku nicht den ganzen Tag über Saft hat. Bisher bedeutete dies, dass ich jedes Mal unter den Tisch krabbeln und hinter dem Rechner, zwischen Körben und Kisten und dem Kabelgewirr den Netzteilstecker irgendwie in die einzig freie Steckdose der Steckerleiste jonglieren musste. Und natürlich wieder retour, wenn ich eben keinen Strom mehr für den Akku/das Notebook brauchte… Wie oft ich mir den Deez bei der Kriecherei angeschlagen habe, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Autsch.

Erst einmal habe ich mir unter dem Tisch Platz verschafft, in dem ich alles, was sich an Möbeln und Kisten und Kästen bewegen ließ, vorgezogen habe (da kam auch gleich der Staubsauger zum Einsatz, um den Wollmäusen den Garaus zu machen). Mit einer hellen Arbeitsleuchte habe ich mich dann an die einzelnen Stecker und Kabel gemacht und letztere verfolgt bis hin zu den einzelnen Gerätschaften, wie Schreibtischlampe, Lautsprechersystem, Monitor, Telefon usw. Vorbereitet hatte ich schon schmale Papierstreifen (von einem Blatt vom Notizblock), die ich mit eben den Gerätschaften beschriftet hatte. Das so entstandene und zugehörige Namensschild habe ich dann um das Kabel gelegt und mit einem Streifen Klebeband ringsherum befestigt. Das Klebeband ist gleichzeitig auch ein Schutz gegen das Abreißen des Papierstreifens.

Die Steckdosenleiste steht nun in der Ecke hinten auf meinem Schreibtisch und ich habe die Stecker darin neu so angeordnet, dass ich diejenigen, die ich quasi nie ausstecken sollte, in die am weitesten von mir entfernt liegenden Steckdosen gesteckt habe. In greifbarer Nähe ist ein leerer Steckerplatz, in dem ich das Notebook nun bequem ein- oder ausstöpseln kann.

Steckdosenleiste

Ich erwähnte es oben, ich hätte gerne eine Steckdosenleiste mit einzeln schaltbaren Steckplätzen. Meine aktuelle Steckdosenleiste mit insgesamt sieben Steckdosen hat zwar einen Ein-/Ausschalter, aber eben nur für alle Steckdosen auf einmal. Am Näharbeitsplatz habe ich eine Steckerleiste mit fünf Steckdosen, die tatsächlich jeweils separat mit Strom versorgt werden können oder eben nicht. Die ist auch super, hat aber eben nur fünf Steckplätze und am Schreibtisch benötige ich mindestens sieben Steckdosen. Der siebte Platz ist bislang der, den ich für das Notebook im Homeoffice benötige, alle „eigenen“ Geräte haben einen Steckerplatz, ich möchte diese aber nicht ausstecken müssen, um das Notebook anzuschließen. Die bisher im Netz recherchierten Wunsch-Steckdosenleisten verfügen alle über maximal sechs schaltbare Steckplätze. Nicht mehr. Somit belasse ich es bis auf Weiteres bei der vorhandenen Leiste und stöpsle hinsichtlich Standby aus, was nicht in Gebrauch ist. Wie das Lautsprechersystem…

Dieses nämlich habe ich beim Entwirren und Umsortieren des Kabelsalats irgendwie lahm gelegt, es funktioniert nicht mehr. Und bisher hatte ich noch keine Lust, mich nochmals unter den Schreibtisch und auf Fehlersuche zu begeben. Die Zeit kommt schon noch, spätestens, wenn ich sonntags Ivonnes Musiklinks verfolgen möchte… ♥

Papierstreifen versus Beschriftungsgerät

In der Küche haben wir übrigens eine Steckdose, die aus Platzgründen von zwei Elektrogeräten beansprucht wird, die aber regelmäßig nicht gleichzeitig in Gebrauch sind. Die Stecker vom Toaster und der Espressomaschine sehen identisch aus, was oft schon zu Missstimmung führte, wenn man meinte, die Espressomaschine sei eingeschaltet (das Licht an selbiger ist eine kleine Funzel, bei Tageslicht erkennt man kaum, ob es an oder aus ist) und sich gewundert hat, warum das Wasser nicht heiß wird. Für den Stecker der Espressomaschine habe ich vor zwei Jahren schon ein Schildchen „Kaffee“ mit dem flotten Beschriftungsgerät bei uns im Büro erstellt. Diese Lösung gefällt mir natürlich auch sehr sehr gut, aber um dem Kabelsalat am Schreibtisch oder sonst wo Herr zu werden, reicht auch die Schmalspurlösung mit Papier, Stift und Klebeband, auch wenn es natürlich schick aussieht, wenn alle Schildchen einheitlich gestaltet sind.

Kabelsalat in der Schublade (Ladekabel und Co.)

Im Sideboard im Esszimmer werden bei uns die Ladekabel für Smartphones, Taschen-/Fahrradlampen, elektrische Feuerzeuge, Kameras usw. aufbewahrt. Auch dort kam es hier und da zu Suchaktionen, welches Kabel denn nun für welches Gadget war… Auch hier schafften Papier und Klebeband (oder ein Post-it-Streifen) Abhilfe, sodass am Kabel abgelesen werden kann, wo es hingehört oder wem es gehört.

Man könnte übrigens auch farbiges Papier (von den bunten Post-it-Blöcken beispielsweise) verwenden. Vielleicht bei den Ladekabeln je Familienmitglied oder so, dass man Pink nicht ausstecken darf oder was auch immer. Es ist ja eigentlich so einfach, sich mit Haushalt Hacks das Leben ein wenig zu erleichtern…

Es hat sich bei uns übrigens auch im Keller oder in der Kiste mit den Kabeln beim Computer-/Elektrozeugs bewährt, die Stecker/Kabel zu beschriften, vor allem bei Gerätschaften, bei denen man die Kabel vom Gerät trennen kann. Auch Netzgeräte von irgendwelchen Elektrogeräten lassen sich beschriftet viel leichter zuordnen, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – plötzlich in der Kabelkiste und nicht mehr beim Akkuschrauber, Bohrer oder wo immer sie auch hingehören, liegen…


Hast du in deinem Haushalt auch so eine undefinierbare Ansammlung von Kabeln, von denen du nicht mehr ganz genau weißt, welches Kabel wozu gehört? Erzähl‘ doch mal in den Kommentaren von deinem Kabelsalat

[verlinkt]
Creativsalat
DvD Dings vom Dienstag

26 Gedanken zu „Kabelsalat | antetanni sagt was

  1. Avatar von nealichnealich

    Achja, das gibt es hier natürlich auch, liebe Anni 🤗 und seit ich mich heftig über die Nichtladung meines Schlauphones geärgert habe, weiß ich , dass es Datenkabel und Ladekabel gibt. Die für mein Equipment beschrifte ich seitdem, ganz schick mit Hülsen in die Namenszettelchen eingelegt werden können. Die haben sogar unterschiedliche Farben, was es auch nochmal erleichtert den Überblick zu behalten. Eine echte Nerdlösung 🤓
    Gelernt habe ich jetzt, dass es einzeln schaltbare Steckplätze gibt, wie wunderbar!
    Hab einen schönen aufgeräumten Tag!
    💕grüßle dazu von Katrin

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  2. Avatar von ValomeaValomea

    LIebe Anni,
    JA; ich HABE! Bei uns gibt es jede Menge unbeschriftete Kabel und leider eine Menge Netzteile, wo nicht klar ist, zu welchem Gerät sie gehör(t)en. In einer Mehrhaushaltfamilie wandern eben ständig auch Geräte hin und her und es ist ein absolutes Chaos!
    Ich werde mal anfangen mit der Beschrifterei. Da, wo ich mir ganz sicher bin.
    Denn genau das ist der Grund, warum ich um die Kategorie Elektrische Geräte bisher einen großen Bogen gemacht habe….
    Danke für’s Zeigen!
    Elke

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Genau das ist die richtige Vorgehensweise. Nicht bis zum großen Wurf warten und erst sichten, was wozu gehört, sondern mit den Sachen beginnen, die klar sind. Dann lichtet sich der Kabelsalat und übrig bleiben nur die Netzteile/Kabel, von denen nicht mehr ganz klar ist, ob es die Geräte noch gibt oder wohin sie genau gehören. Diese Überbleibsel können dann Stück für Stück ausprobiert und anschließend beschriftet oder gar entsorgt werden, wenn sie weiter Waisen geblieben sind. Super!
      Also, nichts muss dich aufhalten, der Bogen wartet… 🙂

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  3. Avatar von StarkyStarky

    Wir haben, dank leerer Klorollen zwar Ordnung in unserer Kabelschublade (und wehe dem, der das benutzte Kabel da nicht wieder ordentlich reinlegt ;)) Allerdings sucht man sich nen Wolf, wenn man ein bestimmtes Kabel sucht. Das mit der Beschriftung werde ich mir merken und evtl demnächst mal umsetzen, dann finde ich mein Handyladekabel vielleicht auch ohne Brille, denn der Unterschied zwischen den Ladekabeln ist ja leider minimal 🙂 LG Starky

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Sooo ist es. Vielleicht können auch verschiedenfarbige Papier helfen, die gesuchten Kabel auf einen Blick gleich zu erfassen. Wir haben z. B. noch zwei iPads älterer Generation mit den breiten Steckern. Das sehe ich schon am Kabel, da das Schildchen eine andere Farbe hat als die (neueren) iPhone-Stecker. Anstelle der Klorollen bei dir habe ich kleine Snappap-Streifen mit KamSnaps gebastelt, die um die aufgerollten Kabel gewickelt werden. Am meisten/konsequentesten aber wird das auch von mir selbst genutzt, die Männer werfen die Dinger gerne wieder so zurück in die Schublade, da muss ich nochmals mit einer anderen Aufräumtaktik dran…
      Viel Erfolg beim Umsortieren!

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  4. Avatar von illyilly

    Ups…
    Also.. weil ich gerade mal meine Kabel fürs Telefon finde, weil die sich absolut von denen der Jungs hier unterscheiden (ne. sind nicht pink, aber ähnlich exotisch hier) landeten alle unbekannten Kabel in einer Kiste und die Kiste ist inzwischen im Keller…. (vorher waren die Kabel ja zum grössten Teil in der Küchenschublade… in irgendeinem Entrümpelbericht müsste das stehen)
    Selbst der Mann kann sie zum Teil nicht mehr zuordnen, möchte sie daher noch behalten, weil wer weiss??… und beschriften ist schwierig, weil ich keine Ahnung hab und der Mann dazu überhaupt keine Lust.
    ich bin ganz sicher, dass das Kabel sind von Sachen, die es schon seit Jahrhunderten nicht mehr im Haushalt gibt, aber wer weiss das schon so genau… ?
    Ich frag mich nur grad, warum ich noch nicht auf die Idee gekommen bin, die NEUEN Kabel gleich zu beschriften… Es könnte so einfach sein….
    Ich werd das wohl hoffentlich diese Woche für die Kabel in Gebrauch und die Kabel die erkennbar irgendwo hin gehören… machen…
    Hoffentlich *grins*
    Was hast Du für schöne Ideen? Danke Dir dafür.
    Liebe Grüße
    illy

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Ein gutes Vorhaben, wenigstens die in Gebrauch befindlichen und neuen Kabel/Netzteile usw. immer direkt gleich zu beschriften. Auf geht’s! Die im Keller folgen irgendwann oder fliegen irgendwann raus, wenn sie doch keiner mehr vermisst. 😉

      Liebe Grüße
      Anita

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  5. Avatar von ELFiELFi

    Liebe Anita,
    danke fürs Zeigen beim DvD – wir beschriften die Kabel immer gleich beim ersten Gebrauch, so kennen wir uns später im Kabelsammelsurium bestens aus! Einen lieben Gruß sendet dir
    ELFi

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      1. Avatar von antetanniantetanni Autor

        Oha, Elfi, mit einzeln schaltbaren Plätzen? 👍 Eine solche Leiste nämlich suche ich. 🔍 Die „normalen‘, die nur komplett ein-/ausgeschaltet werden können, die kenne ich. Aber ich habe leider noch keine Leiste mit mehr als 6 einzeln schaltbaren Plätzen gefunden. Falls du was siehst, freue ich mich über einen Link. 😊

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  6. Avatar von catrinh66Catrin

    Oh ja, ab und zu räume ich auch und entwirre alles. Bei mir passiert das meistens, wenn wir in die Villa ziehen und ich dann meinen PC zu Hause entferne und mitnehme. Dann liegen die Kabel frei und ich kann sortieren.
    Wegen der Leiste schaue ich mal nach und wenn ich einen Link finde, schicke ich dir diesen auf dem anderen Kanal. Ich meine, der wbLM hat so eine Leiste mit mehr Plätzen. Aber ich bin nicht sicher, wie geschrieben, ich schaue mal nach.
    Liebe Grüße, Catrin.

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Danke dennoch, dass du geschaut hast. ♥ Ich muss wohl bei meiner Leiste mit den 7 Steckdosen bleiben und eben ausstecken, was ich nicht benötige, damit die Geräte nicht doch Strom ziehen, obwohl nicht in Gebrauch.

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  7. Pingback: Mein 12.Juli – nealichundderdickeopa

  8. Avatar von Brigantis KosmosBriganti

    Es könnte so einfach sein. Die Kabel beschriften, warum bin ich nicht selber drauf gekommen. Und es gibt Steckerleisten bei denen man einzelne Fächer abschalten kann. Das muss ich heute recherchieren. Das würde mein Kabelsalat am Fernseher/Telefon echt auflösen. Vielen Dank für die Idee.

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  9. Avatar von UlrikeUlrike

    In der Turmvariante scheint es sogar welche mit 8 oder 12 einzeln schaltbaren Steckdosen (z.B. BESTEK-Mehrfachsteckdose-Steckdosenleiste-Steckdosenverteiler-Überspannungsschutz-Blau) zu geben. Wie die von der Qualität her sind, kann ich dir aber nicht sagen. Aber auf jeden Fall eine interessante und Platz sparende Option.
    Liebe Grüße,
    Ulrike

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    1. Avatar von antetanniantetanni Autor

      Ach, das ist interessant, liebe Ulrike, vielen Dank für den Tipp.

      Bislang habe ich in der Turmvariante nur Leisten gefunden, bei denen man die jeweiligen kompletten Seiten schalten kann, nicht aber die einzelnen Steckplätze. Da gucke ich noch einmal.

      Liebe Grüße
      Anita

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  10. Avatar von UlrikeUlrike

    Ich glaube du hast recht, entweder kann man jede Ebene abschalten (also 4 auf einen Streich) oder bei einem 8er Würfel jede Seite (also immer 2 auf einmal), letzteres wäre aber besser als bisher. Such mal nach YOHOOLYO-Mehrfachsteckdose-Ladeanschluss. Es gibt sogar eine 8er mit 8 Schaltern, ist aber zum Einbau in ein Rack (Ibiza LC806S Steckdosenleiste für Lichtanlage, Schwarz).
    Liebe Grüße, Ulrike

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