
Der Wind pfeift um die Ecken…
Vor einigen Wochen schon ereilte mich aus der Studentenstadt die Bitte, ich möge hoffentlich die eingerissene Winterjacke reparieren können, die Naht am Ärmel sei eingerissen bzw. aufgerissen.
Beim Erhalt der Nachricht hatte ich noch keine Vorstellung, was mich erwartete… Junior brachte die Jacke vor Weihnachten mit nach Hause, sodass ich mir das Malheur anschauen konnte… Olala, das war nicht mit zwei, drei Stichen zu reparieren…
Die aufgerissene Naht hätte an keiner blöderen Stelle sein können. 😉 In der Armkugel und an einer Stelle, an der eine doppelte Steppnaht (Ziernaht) endete. Dazu mit einem minikleinen Riss im Außenstoff. Puhhh.


Herausforderung angenommen
Nach den Feiertagen habe ich mich hingesetzt und zunächst an der Stelle der offenen Naht das Innenfutter so weit wie möglich, aber nur so weit wie unbedingt nötig aufgetrennt. Danach habe ich die kaputte Stelle durch das Loch gezerrt und mich um das Minilöchlein im Außenstoff gekümmert: Dieses habe ich mit einem passenden Stoffstück unterlegt und mit einem Zickzackstich festgenäht. Anschließend die Nähte des Außenstoffes aufeinandergelegt und gesteckt – gar nicht so einfach bei dem „flutschigen“ Nylon. Naht genäht und von außen geprüft, ob ich die Nahtline einigermaßen getroffen habe… Korrigiert und nochmals von vorne… 😉 Dann passte es. Danach habe ich das Innenfutter – ebenfalls flutschiges und rutschiges Nylon – zusammengesteckt und knappkantig(st) abgsteppt.
Einen Schönheitspreis gewinnt die Reparatur nicht (die Fäden an der Naht innen habe ich nach dem Fotografieren selbstverständlich noch entfernt), aber die Jacke ist wieder einsatzbereit und Junior konnte fix (it) wieder reinschlüpfen.
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BINGO 2024! (*)
Öko? Logisch!
Reparieren von 12 bis 12
(*) Wieder im Einsatz, weil repariert

Liebe Anni,
ich denke, unsere Gesellschaft hat in dieser Hinsicht in den letzten Jahrzehnten eine Fehlentwicklung genommen. Zum Einen näht sie nicht mehr richtig. Man kauft so viel Ausschuss! Zum Anderen eckt das gesellschaftliche Auge an sichtbaren Reparaturen an. Das ist beides nicht gut und noch dazu konträr zueinander!
Wir müssen da umlernen!
Du hast das sehr gut gemacht. Und der Junior selbst ist hoffentlich nicht überkritisch.
LG
Elke
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Oh, wie recht du hast. Ich merke selbst an meiner Sprache, wie ich (mich bzw.) das Selbernähen „klein mache“. Es gibt da nichts zu verstecken, genäht darf man sehen, repariert ebenso! Ich darf da also auch umlernen! Danke für den Gedankenanstoß dazu.
Und Junior übrigens hat weder die Reparatur erkannt noch sich erinnert, wo die Jacke eigentlich kaputt war. 😀
Herzensgrüße
Anita
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Da hast du aber die Jacke wieder gut hinbekommen. Schön wenn der Junior es nicht einmal gemerkt hat. Liebe Grüße moni
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Ohhh, ich bin auch so froh. Es war nur wenig Nahtzugabe vorhanden, das seltsam dünne Material an einer Stelle auch noch eingerissen… Ich habe gebibbert, dass ich es hinbekomme und klopfe mir stolz auf die Schulter.
Liebe Grüße
Anita
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Da kannst du stolz sein, liebe Anni. Ich muss noch ran an die Winterjacke vom Junior, die ab und zu ein paar Daunen verliert. LG Undine 🤗
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Danke. Oje, was machst du gegen die Daunenflucht?
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Das werden wir sehen, wenn die Jacke samt Junior wieder hier oben im Norden auftaucht. Ich denke aber ein paar aufgenähte Dreiecke werden es richten. LG Undine 🤗
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Ich bin gespannt, ob das „hält“, mein Daunenmantel lässt mich oft auch aussehen, als sei ich gerade dem kuscheligen Daunenbettzeug entsprungen. 😉
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Das hast du toll gemacht, liebe Anita. Ich wurde demletzt von einem Bekannten gefragt, ob ich ihm nicht einen ausgerissenen Jackenreißverschluss reparieren bzw einen neuen einnähen kann, aber davor habe ich dann kapituliert. Das war mir dann doch eine Nummer zu fisselig.
Liebe Grüße
Bianca
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Boah, das verstehe ich. Und ich repariere nie erwas außerhalb der Familie. 🤭
Liebe Grüße
Anita
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