
Wenn die Tage kürzer werden, schlägt die Stunde der Kürbisküche. Passend dazu teile ich heute ein absolutes Lieblingsrezept für den Herbst: Ein herrlich cremiges Butternut-Risotto. Durch den im Ofen gerösteten Kürbis, feinen Parmesan und knusprig in Butter gebratenen Salbei holst du dir puren Genuss auf den Teller – perfekt für ein gemütliches Abendessen.
Bei uns gab es dieses köstliche Wohlfühlgericht übrigens als Mittagessen, da wir abends eher selten warm essen. Das Risotto liefert die perfekte Energie für einen ausgiebigen Herbstspaziergang. Das Rezept dafür ist ein Dauerbrenner bei uns im Haus (mein Mann, der uns immer wieder köstlich bekocht, hat es irgendwann mal im weltweiten Netz gefunden) und so wird es höchste Zeit, es in die Reihe meiner Kürbisküche aufzunehmen.
Zutaten für das Herbstglück
- 700 – 800 g Butternut-Fruchtfleisch, geschält und entkernt
- 320 g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio)
- 1 kleine Schalotte oder Zwiebel (optional)
- 2 EL Olivenöl
- 30 g Butter für das Risotto
- 1 – 1,2 Liter Gemüsebrühe (nach Bedarf, ggf. etwas mehr bereithalten)
- 100 ml trockener Weißwein (auch alkoholfrei oder ganz ohne, dann ggf. etwas Zitronensaft bereithalten)
- 70 – 80 g Parmesan, frisch gerieben, plus etwas zum Servieren
- 1 kleine Prise frisch geriebene Muskatnuss
- nach Geschmack Salz und schwarzer Pfeffer
- 4 – 5 Salbeiblätter und 10 g zusätzliche Butter (die Salbeiblätter sind optional, aber so unfassbar lecker, dass darauf zu verzichten wirklich schade wäre)
Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Risotto
- Kürbis vorbereiten und rösten
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis schälen, halbieren und entkernen. Fruchtfleisch in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen. Auf einem Backblech möglichst in einer Lage verteilen und 25 bis 30 Minuten rösten, bis die Würfel weich sind und an den Rändern leicht bräunen. Währenddessen das Risotto beginnen. - Reis anschwitzen und mit Wein ablöschen
Schalotte fein würfeln. In einem großen Topf 1 EL Olivenöl und 15 g Butter erhitzen. Die Schalotte bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten glasig dünsten, ohne sie zu bräunen. Reis dazugeben und 1 bis 2 Minuten unter Rühren anschwitzen. Mit 100 ml Weißwein ablöschen und nahezu vollständig einkochen lassen.
- Brühe angießen
Gemüsebrühe erhitzen und sanft köcheln lassen. Nach und nach (Kelle für Kelle) zum Reis geben. Bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen und regelmäßig umrühren. Sobald die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen ist, die nächste Kelle hinzufügen. Das Ganze dauert, je nach Reissorte, etwa 15 bis 20 Minuten (Packungsangabe beachten). Zwischendurch probieren: Der Reis soll außen weich sein und im Kern noch einen leichten Biss haben (es kann sein, dass nicht die gesamte Brühe benötigt wird, diese nicht wegschütten – diese wird gleich noch gebraucht). - Kürbis unterheben
Etwa ein Drittel des gerösteten Kürbisses mit einer Gabel zerdrücken (ggf. ein wenig Brühe zugeben). Ungefähr 5 Minuten vor Ende der Reisgarzeit unterrühren. Die restlichen Kürbiswürfel vorsichtig unterheben, sobald der Reis bissfest gegart ist. - Mit Butter und Parmesan vollenden und servieren
Topf vom Herd nehmen. Die restlichen 15 g Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. 2 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Das Risotto soll weich und fließend sein und auf dem Teller langsam auseinanderlaufen (in der italienischen Küche nennt man die richtige Konsistenz von Risotto all’onda, was soviel bedeutet, dass das Risotto weder zu fest noch zu flüssig, sondern fließend, cremig und pastös sein soll). Falls es zu fest ist, etwas heiße Brühe* unterrühren. Sofort mit etwas Parmesan und Salbei** servieren.
*Falls die Brühe knapp wird: Je nach Reissorte und Hitze im Topf kann der Reis manchmal etwas mehr Flüssigkeit schlucken. Wenn deine Brühe leer ist, das Risotto aber noch etwas Flüssigkeit braucht (oder vor dem Servieren zu kompakt ist), gieße einfach einen kleinen Schuss kochendes Wasser aus dem Wasserkocher nach. Das tut dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch!
**Alles zum Salbei-Topping siehe weiter unten im Beitrag.

Salbei-Topping und Varianten
Knuspriger Salbei
10 g zusätzliche Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen. Salbeiblätter darin kurz braten, bis sie knusprig sind; die Butter darf leicht bräunen, aber nicht verbrennen. Die gerösteten Salbeiblätter vor dem Servieren über das Risotto geben.
Ohne Zwiebeln
Die Schalotte weglassen und den Reis direkt in Butter und Olivenöl anschwitzen.
Ohne Wein
Statt Weißwein 100 ml zusätzliche Brühe verwenden; zum Schluss nach Geschmack etwas Zitronensaft zugeben. Alkoholfreier Wein ist auch eine wunderbare Alternative.
Ein perfektes Wohlfühlessen für die gemütliche Jahreszeit! Nach einer großen Portion von diesem cremigen Kürbisglück bin ich wieder vollgepackt mit Energie für die nächsten Stunden im Nähzimmer. Kochst du Risotto auch so gerne oder hast du ein ganz anderes Lieblingsrezept mit Butternut? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren!
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Das feine Orange des Butternut-Kürbis‘ passt perfekt zu → niwibo sucht… Orange im Oktober. ♥

Liebe Anita, meinst Du, dass das Rezept mit Hokkaido auch lecker ist? Den hab ich im Garten 😉
LG Maria
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